VW Käfer Sondermodell „Silver bug“

Ein kleines Käfer-Treffen zwischen dem „Fake“-Jeans-Käfer und einem echten Silver-Bug

Der VW Käfer „Silver Bug“ ist eines jener Sondermodelle, die heute unter Kennern für leuchtende Augen sorgen. Auf den ersten Blick wirkt er zurückhaltend, fast nobel – doch genau das macht seinen Reiz aus. Das Sondermodell wurde in den Jahren 1981 und 1982 aufgelegt und basierte technisch auf dem bewährten 1200er Käfer mit 34 PS (für Mexiko gab es bereits den 1600er Motor). Damit blieb er der klassischen, luftgekühlten Linie treu, während andere Märkte sich längst moderneren Konzepten zuwandten.

Charakteristisch für den Silver Bug war seine exklusive Metallic-Lackierung in Silber-metallic (L90G), die ihm einen deutlich edleren Auftritt verlieh als den Standardmodellen. Ergänzt wurde der Look durch schwarze Zierstreifen mit „Silver Bug“-Schriftzug auf den Flanken. Im Innenraum setzte sich das stimmige Konzept fort: schwarz-weiss karrierte Polster und eine vergleichsweise umfangreiche Ausstattung für einen 1200er. Trotz seiner „Luxus“-Anmutung blieb die Technik bewusst bodenständig und robust – luftgekühlter Boxermotor im Heck, Hinterradantrieb und das unverwechselbare Käfer-Fahrgefühl.

Interessant ist, dass der Silver Bug zu einer Zeit erschien, als das Ende der Käfer-Produktion in Deutschland bereits vollzogen war. Er war somit Teil jener späten Sondermodelle aus Mexiko, mit denen Volkswagen die Baureihe emotional auflud und den Absatz stabilisierte. Genau diese späten Editionen sind heute bei Sammlern besonders gefragt.

Ein überraschendes Detail: Der Silver Bug war streng limitiert – es wurden lediglich rund 3.700 Exemplare produziert. Nur ein Teil davon wurde nach Deutschland exportiert. Dadurch ist er heute deutlich seltener als viele bekanntere Sondermodelle wie der „Jeans“-Käfer. Wer heute einen originalen Silver Bug mit korrekten Streifen, Felgen und Innenausstattung findet, besitzt ein Stück späte Käfer-Geschichte. Und vielleicht genau deshalb gilt er unter Fans als einer der stilvollsten Abschiedsgrüße des klassischen 1200ers.

123-Verteiler und Vergaser-Überholung

Alles Neu in 2026. Der Mex läuft nun mit einem 123-Verteiler und einem überholten Vergaser

Da der Mexiko-Käfer möglichst alltagstauglich sein muss, hat der Motor ein paar Upgrades erhalten. Zum Einen ist nun ein 123-Verteiler im Einsatz (inklusive neuer Zündkabel). Außerdem wurde der Vergaser zur Überholung gegeben und erfreut sich nun wieder einem neuwertigen Zustand.

Leider konnten diese Maßnahmen zuerst die bekannten Probleme (Absterben im Leerlauf nach Gas-Wegnahme) nicht lösen. Durch Anpassung vom Gemisch und der Leerlauf-Drehzahl ist es nun erst einmal behoben. Die Solex 30 PICT-3 sind wohl bekannt für ihre Empfindlichkeit. 100% zufriedenstellend ist es noch nicht, da das Standgas nun noch etwas zu erhöht ist. Zudem besteht die Gefahr, dass die Einstellung bei der nächsten AU wieder verstellt wird. Hier ist also noch etwas Feintuning erforderlich.

Aufgrund der derzeitigen winterlichen Temperaturen gibt es ansonsten wenig Neuigkeiten. Von den angeschafften Winterreifen war leider ein Reifen so beschädigt, dass dieser nun ersetzt werden muss. Bei den vergleichsweise teuren Vredestein Snow Classic etwas schmerzhaft, aber das ist der Preis, wenn man originale Oldtimer-Reifen fahren möchte. Das sind halt keine Massenprodukte mehr und man muss froh sein, wenn Hersteller sowas überhaupt noch als Neuware anbieten.

Arbeiten für 2026 sind weiterhin der Umbau auf Bügeleisen-Rückleuchten beim Mex, das Einstellen der Spur sowie Kleinigkeiten und die Lackierung des hinteren linken Kotflügels beim 64er Käfer. Dieser benötigt zudem frische Bremsflüssigkeit. Das überlasse ich aber der Werkstatt.

Vorbereiten der neuen Karosserie-Teile

Die neue Motorhaube erhält innen eine schwarze Lackierung

Aktuell geht es weiter mit den Vorbereitungen der neuen Heckansicht (Bügeleisen-Rückleuchten und älteres Haubendesign). Ein Kotflügel ist nun bereit für die Lackierung und die Motorhaube ist fast fertig vorbereitet. Der rechte Kotflügel wird in den nächsten Wochen folgen und dann heißt es warten auf Temperaturen mit mindestens 20 Grad, um die Lackierung in Wagenfarbe in Angriff zu nehmen. Lediglich die Motorhaube konnte bereits von innen lackiert werden, da diese Seite später nicht mehr sichtbar ist.

Mexiko Käfer: Kleinere Arbeiten

Die „neue“ Haube bekommt eine Dichtung

Neben dem Abschluss der größeren Schweißarbeiten im Fußraum vor dem Fahrersitz (welche zu 80% abgeschlossen sind), geht es auch immer an kleineren Baustellen voran. So wurde beispielsweise das Schloss fürs Handschuhfach getauscht und instand gesetzt, diverse kleine Lackschäden ausgebessert und begonnen, den Rahmen der Bodengruppe mit Schutzlack (Hammerite Hammerschlag) zu lackieren. Als besonders zeitintensiv gestaltete sich auch das Anbringen der Dichtung an der „neuen“ Kofferraumhaube.

Am Wochenende werden die Schweißarbeiten am Fußraum abgeschlossen. Danach geht es dann an die Versiegelung des Blechs. Diese letzten Arbeiten sind notwendig, bevor der neue HBZ (Haupt-Brems-Zylinder) inklusive der neuen Bremsleitungen verbaut werden kann. Danach geht es hoffentlich schneller und ohne größere Überraschungen weiter.

Ziel ist es, dass bis Weihnachten der Käfer am Vorderwagen wieder soweit komplettiert werden kann, dass er wieder auf allen vier Reifen steht und die Arbeiten auf den hinteren und rechten Teil (dieser steht derzeit teilweise nah an der Mauer und ist somit nicht gut zugänglich) verlagert werden können. Optimistisch gesehen, sollte der Käfer zu Ostern 2025 dann wieder – ohne Zulassung und mit Restarbeiten – rudimentär fahrbereit sein. Das liegt zum Großteil jedoch an der verfügbaren Zeit im Winter und ob die Temperaturen es erlauben werden, mehrere Stunden am Stück am Käfer zu arbeiten.

Vorfreude habe ich auf das schraubbare Heckblech, weil diese „Optimierung“ in Zukunft deutlich Zeit einsparen wird, wenn der Motor mal ausgebaut werden muss. Auch bin ich gespannt wie viel Power der Motor noch hat. Es ist auf jeden Fall nicht mehr der Originale und auch kein Mexico-Motor. Die Kompression ist aber im Vergleich zu dem Motor im 1964er Käfer deutlich höher, was vielversprechend klingt.

Neues Bodenblech für den Mexiko Julius-Käfer

Die Vorbereitungen zum Einschweißen laufen

Die hoffentlich letzte große Blecharbeit ist hoffentlich bald am Mexiko Käfer (Julius) abgeschlossen. Das Blech wird derzeit vorbereitet, damit es final eingeschweißt werden kann und hoffentlich stabil genug ist, um später die HU zu bestehen. Dazu wird es von beiden Seiten geschweißt werden und danach ordentlich versiegelt. Seitlich geben die Schrauben, welche das Häuschen mit der Bodengruppe verbinden, zusätzlichen Halt.

In den nächsten Wochen sind dann die Arbeiten in diesem Bereich voraussichtlich abgeschlossen und es kann dann die neue Bremsleitung inkl. dem neuen HBZ verlegt werden. Dann wäre das Projekt einen großen Schritt weiter.

Zierstreifen für den Mexiko Käfer „Julius“

Nach dem Lackieren ist nun auch die Zierleiste mit den Streifen wieder angebracht

Nachdem das gute Wetter im August für Lackierarbeiten genutzt wurde, ist nun auch eine neue Zierleiste (natürlich gekauft beim Veteranen Service) angebracht und die beiden Zierstreifen darunter platziert.

Aktuell wird der Bereich rund um die Pedalerie ausgebessert und in einem weiteren Schritt das große Blech für den Unterboden eingeschweißt. Dies erfordert jedoch noch etwas Zeit, da die Fläche wirklich größer ist und in Zukunft gegen Rost geschützt werden soll. Die bereits geschweißten Stellen wurden mit roter Rostschutzfarbe versiegelt – hier geht es erst weiter, wenn die Schweißarbeiten am vorderen Teil des Käfers abgeschlossen sind.

Alle größeren Fehlteile sind mittlerweile besorgt, sodass es hoffentlich erstmal keine größeren Anschaffungskosten bis zur Fertigstellung gibt. Dann werden natürlich noch neue Reifen sowie die Kosten für die div. Abnahmen fällig.

Julius Käfer – Fortschritte am Vorderwagen

Spritzwand und Rahmenkopf sind erfolgreich aufgearbeitet und lackiert

Endlich gibt es wieder gute Fortschritte am Mexico Käfer „Julius“. Endlich waren die Arbeiten soweit abgeschlossen und es konnte der Rahmenkopf sowie die Spritzwand neu lackiert werden. Der Rahmenkopf wurde nach einer grundlegenden Lackierung noch teilweise mit Schutzlack versehen, da das Bodenblech im Alltag oft mit Dreck und Wasser belastet wird.

Die nächsten Arbeiten erfolgen unter dem Käfer. Hier gilt es, die Schweißarbeiten am linken Vorderbereich zu beenden und anschließend zu versiegeln. Im September kann dann hoffentlich schon mit der Verlegung der neuen Bremsleitung begonnen werden. Das wäre ein wichtiger Schritt, um den Käfer wieder straßentauglich zu bekommen.