In diesem Blog geht es um luftgekühlte Volkswagen. Insbesondere um einen 1964er-Käfer, einen 1981er Mexiko-Käfer und einen VW 1600i.
VW Käfer Kotflügel lackieren mit Spraydose: Seeblau am 64er auffrischen

Der hintere linke Kotflügel meines VW Käfer Baujahr 1964 hatte in seiner Geschichte offenbar einmal einen kleinen Parkrempler abbekommen. Vor ungefähr sechs Jahren hatte ich die Stelle schon einmal notdürftig versorgt. Inzwischen war der Lack wieder stumpf und an einigen Stellen kam die Grundierung zum Vorschein. Also war es Zeit für eine neue Runde Seeblau.
Mein Ziel war dabei keine professionelle Komplettlackierung. Der Kotflügel sollte wieder zum restlichen Käfer passen, geschützt sein und einen ordentlichen Glanz bekommen. Deshalb habe ich mich für eine Reparaturlackierung mit der Spraydose entschieden – mit 1K-Basislack im Farbton Seeblau und anschließendem 2K-Klarlack.
Kotflügel am Käfer lackieren: abbauen oder abkleben?
Ich habe den Kotflügel für diese Arbeit nicht demontiert. Stattdessen lautete das Motto: abkleben statt abbauen. Dafür wurde nicht nur die unmittelbare Umgebung der Lackierstelle geschützt, sondern praktisch der komplette Käfer in Folie verpackt.
Das klingt zunächst etwas übertrieben, hat aber einen guten Grund: Lack- und besonders Klarlacknebel verteilt sich erstaunlich weit. Wer nur einen kleinen Bereich neben dem Kotflügel abklebt, kann anschließend feinen Sprühnebel auf Lack, Scheiben und Anbauteilen wiederfinden. Mit der großzügigen Folierung konnte ich das dieses Mal sehr gut vermeiden.
Vorbereitung: anschleifen und gründlich reinigen
Vor dem Lackieren habe ich die vorhandene Oberfläche mit sehr feinem 8000er Schleifpapier angeraut und anschließend gründlich mit Silikonentferner gereinigt. Entscheidend ist, dass die Fläche vor dem ersten Spritzgang sauber, trocken und frei von Fett, Silikon und losem Material ist.
Welche Körnung und welcher genaue Aufbau sinnvoll sind, hängt allerdings vom vorhandenen Lackzustand und vom verwendeten Lacksystem ab. Bei größeren Schäden, Rost, blankem Metall oder Unebenheiten wären zusätzliche Schritte wie Schleifen, Grundieren beziehungsweise Füllern notwendig. Hier ging es um das Auffrischen einer bereits früher reparierten und grundierten Fläche.
Spraydose richtig vorbereiten: mindestens zwei Minuten schütteln
Ein Punkt, den man leicht unterschätzt, ist das Schütteln der Spraydose. Ich würde die Dose nicht nur ein paar Sekunden bewegen, sondern mich an die Herstellerangabe halten. Bei vielen Autolacken bedeutet das: Nach dem hörbaren Anschlagen der Mischkugeln noch mindestens zwei Minuten kräftig schütteln. Dadurch werden Pigmente und Lackbestandteile möglichst gleichmäßig vermischt.
Bei einem aktivierbaren 2K-Klarlack kommt noch ein wichtiger Schritt hinzu: Nach dem Aktivieren des Härters muss die Dose erneut gründlich geschüttelt werden. Außerdem hat ein aktivierter 2K-Lack nur eine begrenzte Verarbeitungszeit. Hier gilt deshalb immer das technische Merkblatt der tatsächlich verwendeten Dose.
Welcher Abstand beim Lackieren mit der Spraydose?
Als guter Orientierungsbereich gelten bei Autolack-Spraydosen ungefähr 15 bis 25 Zentimeter Abstand zur Oberfläche. Wichtiger als ein auf den Zentimeter festgelegter Wert ist ein gleichmäßiger Abstand zusammen mit einer gleichmäßigen Bewegung der Dose. Zu nah und zu langsam erhöht das Risiko von Läufern; bei zu großem Abstand kann der Lack zu trocken auf der Oberfläche ankommen.
Vor dem eigentlichen Kotflügel empfiehlt sich deshalb ein kurzer Probesprühgang auf einer geeigneten Testfläche. So merkt man auch sofort, ob Düse und Sprühbild sauber funktionieren.
Temperatur und Wetter: lieber auf einen guten Tag warten
Da ich am Käfer nicht in einer professionellen Lackierkabine arbeite, spielt das Wetter eine große Rolle. Für viele Spraylacke liegt ein günstiger Verarbeitungsbereich ungefähr bei 18 bis 25 °C. Lack, Dose und Karosserieteil sollten dabei ebenfalls nicht eiskalt sein.
Draußen würde ich außerdem einen möglichst windstillen und trockenen Tag wählen. Wind trägt nicht nur den Sprühnebel davon, sondern kann auch Staub und Schmutz in den frischen Lack bringen. Direkte pralle Sonne auf einem stark aufgeheizten Kotflügel ist ebenfalls keine gute Ausgangslage. Im Zweifel warte ich lieber auf passende Bedingungen, statt eine Lackierung unbedingt an einem bestimmten Tag durchzuziehen.
Basislack und 2K-Klarlack in mehreren Spritzgängen
Das Seeblau habe ich als 1K-Basislack aufgetragen und anschließend mit 2K-Klarlack versiegelt. Statt zu versuchen, mit einem einzigen dicken Auftrag sofort Deckung und Glanz zu erreichen, sind kontrollierte Spritzgänge mit der zum Produkt passenden Ablüftzeit die bessere Strategie.
Die genauen Wartezeiten unterscheiden sich je nach Produkt. Bei 2K-Klarlacken liegen zwischen den Spritzgängen häufig einige Minuten Ablüftzeit; deshalb sollte man hier nicht pauschal nach Gefühl arbeiten, sondern die Angaben auf Dose beziehungsweise technischem Merkblatt beachten.
Das Ergebnis am 64er Käfer
Ist das Ergebnis perfekt? Nein – und das war bei einer Reparaturlackierung mit der Dose auch nicht mein Anspruch. Der Kotflügel hat aber wieder seine passende seeblaue Farbe und einen ordentlichen Glanz. Vor allem gibt es keine Läufer oder Krater auf der lackierten Stelle. Damit bin ich zufrieden.
Am Übergang zum alten Lack ist bei Sonnenlicht noch ein Unterschied zu erkennen. Dort möchte ich nach vollständiger Aushärtung noch einmal vorsichtig mit Politur arbeiten, damit der Übergang weniger auffällt.
Was ich beim nächsten Lackieren wieder so machen würde
Die wichtigste Erkenntnis ist für mich nicht irgendein Spezialtrick, sondern Vorbereitung und Geduld: großzügig abkleben, die Oberfläche sauber vorbereiten, die Dose lange genug schütteln, Abstand und Bewegung konstant halten und auf brauchbare Wetterbedingungen warten. Gerade bei einem alten Käfer muss nicht jede kleine Reparatur zur Komplettlackierung werden.
Für meinen 64er war diese Lösung ein guter Kompromiss. Der Kotflügel sieht wieder ordentlich aus, ist geschützt und der Käfer darf seine Geschichte trotzdem weiterhin zeigen.
Oldtimertreffen Wegberg August 2026

Schöne Autos und perfektes Wetter in Wegberg
Auch wenn die Temperaturen diesen Sommer hoch sind, ein Besuch des Oldtimertreffs Wegberg ist immer eine gute Idee. So ging es mit dem 64er Käfer auf nach Wegberg, wo es neben zahlreichen Benzingesprächen wieder eine vielfältige Auswahl von Fahrzeugen zu bestaunen gab. Das gut besuchte Treffen hatte dieses Mal auch ein paar Oldtimer aus entfernen Orten zu bieten, da diese aufgrund der Classic-Days in der Gegend waren und das Treffen für eine Ausfahrt nutzten.
Neue Spurstangen für den Käfer

Ersatzteile-Kauf beim Veteranen-Service Gerhards in Glehn (Foto: Holger Rosenfeld)
Da beim Mexiko-Käfer immer noch die Spur richtig eingestellt werden muss, ging es zum Veteranen-Service. Hier wurden neue Spurstangen gekauft, welche bald in einer KFZ Werkstatt eingebaut werden. Danach wird dort auch Vermessen und die Spur eingestellt. Zudem wird der Vergaser noch einmal eingestellt – hoffentlich mit dem Ergebnis, dass dieser mit niedrigem Standgas zur kalten Winterzeit nicht wieder aus geht.
Grand Meeting 2026 am Rittergut Birkhof: Classic Days in Korschenbroich

Vom 31. Juli bis 2. August 2026 fand das Grand Meeting der Classic Days am Rittergut Birkhof in Korschenbroich statt. Nachdem es bei mir 2025 terminlich nicht gepasst hatte, war ich dieses Mal dabei. Bei einem großen Oldtimer-Festival praktisch in der direkten Nachbarschaft stellt sich für mich die Frage nach einem Besuch ohnehin kaum.
Classic Days und Grand Meeting 2026
Die Classic Days haben eine lange Geschichte, treten am Rittergut Birkhof inzwischen aber unter dem Namen Grand Meeting auf. 2026 fand die Veranstaltung dort zum zweiten Mal unter diesem Titel statt. Geblieben ist die Mischung aus Oldtimertreffen, historischen Renn- und Sportwagen, Clubs, Sonderausstellungen, Fahrbetrieb und dem besonderen Gartenparty-Ambiente des Ritterguts.
Die Veranstaltung erstreckte sich über drei Tage und nutzte verschiedene Bereiche des weitläufigen Geländes. Dazu gehörten unter anderem das Club-Areal, der Concours d’Élégance und die Fahrstrecke für historische Fahrzeuge.
Was gab es 2026 zu sehen?
Stand 2025 noch der VW Käfer stärker im Mittelpunkt, lag mein Eindruck 2026 wieder mehr auf Sportwagen, Rennfahrzeugen und seltenen Exponaten. Gerade diese Mischung macht die Veranstaltung allerdings interessant: Man kommt wegen klassischer Fahrzeuge und entdeckt dabei Dinge, die man sonst kaum live sieht.
Zu meinen persönlichen Highlights gehörten der Auto Union Typ 52 „Schnellsportwagen“ und ein Rekord-Porsche 356. Daneben gab es natürlich eine große Zahl weiterer historischer Fahrzeuge sowie verschiedene Sonderläufe auf der Strecke.
Mehr als ein klassisches Oldtimertreffen
Das Grand Meeting ist schwer mit einem normalen regionalen Oldtimertreffen zu vergleichen. Neben den Fahrzeugen gehören das Rittergut, die Parkanlage, Clubs, Picknickbereiche und historische Inszenierungen zum Konzept. Der Veranstalter beschreibt das Festival entsprechend als automobile Gartenparty mit verschiedenen Themenwelten.
2026 waren dabei nicht nur klassische Straßenfahrzeuge vertreten. Zum Programm gehörten unter anderem historische Rennfahrzeuge, Le-Mans-Fahrzeuge, Vorkriegsrennwagen, Motorräder und ein Offroad-Bereich.
Grand Meeting am Rittergut Birkhof: mein Fazit
Für mich ist natürlich ein zusätzlicher Reiz, dass das Rittergut Birkhof in Korschenbroich praktisch vor der Haustür liegt. Aber auch unabhängig davon bietet das Grand Meeting eine Fahrzeugvielfalt, die man bei kleineren Veranstaltungen kaum findet.
Wir sagen deshalb Danke für eine tolle Oldtimer-Veranstaltung in direkter Nachbarschaft. Der nächste Termin steht ebenfalls bereits fest: Das Grand Meeting 2027 ist vom 30. Juli bis 1. August 2027 angekündigt. Wenn es terminlich passt, werden wir wieder dabei sein.
HO26 Hessisch Oldendorf: Internationales Vintage Volkswagen Treffen 2026

2026 haben wir zum ersten Mal das internationale Vintage Volkswagen Treffen HO26 in Hessisch Oldendorf besucht. Drei Tage lang drehte sich dort praktisch alles um historische Volkswagen, luftgekühlte VW und deren Derivate. Trotz Temperaturen um 38 Grad hat das Treffen unsere ohnehin hohen Erwartungen noch übertroffen.
International visitors: HO26 in Hessisch Oldendorf is one of the major international meetings for vintage and air-cooled Volkswagens. Our 2026 visit included the Schwimmwagen Type 166 drive to the Weser, the parts market and the special VW SP2 exhibition.
HO26: Historische Volkswagen in Hessisch Oldendorf
Schon die Bezeichnung „internationales Vintage Volkswagen Treffen“ beschreibt ziemlich gut, was HO26 besonders macht. Hier geht es nicht nur um VW Käfer, sondern um eine große Bandbreite historischer Volkswagen und seltener Varianten. Gerade frühe Fahrzeuge spielen eine große Rolle.
Für uns war es der erste Besuch in Hessisch Oldendorf. Statt nur für einen Tag vorbeizuschauen, haben wir das Treffen von Freitag bis Sonntag erlebt.
Freitag: Schwimmwagen Typ 166 auf der Weser
Ein Highlight direkt zum Auftakt war die Fahrt der VW Schwimmwagen vom Typ 166 auf der Weser bis zum Fähranleger Großenwieden. Einen Schwimmwagen im Museum oder auf einem Treffen zu sehen, ist schon interessant. Mehrere dieser Fahrzeuge tatsächlich im Wasser zu erleben, ist noch einmal etwas völlig anderes.
Später konnten wir uns dann in Hessisch Oldendorf ausführlich die ausgestellten Fahrzeuge ansehen.
Samstag: Teilemarkt und VW SP2 Sonderausstellung
Am Samstag gab es das volle Programm. Natürlich gehörte für uns auch der Teilemarkt dazu. Das Angebot war stark auf frühe Volkswagen ausgerichtet und passte damit sehr gut zum Charakter des Treffens.
Ein weiterer Pflichtpunkt war die Sonderausstellung zum VW SP2. Der in Brasilien entwickelte Sportwagen gehört ohnehin zu den ungewöhnlicheren Volkswagen und war für mich entsprechend interessant.
Rund 40.000 Besucher und internationales Publikum
Für das Wochenende wurden rund 40.000 Besucher gezählt. Die Dimension des Treffens merkt man aber nicht nur an der Besucherzahl. Fahrzeuge und Gäste aus verschiedenen Ländern machen Hessisch Oldendorf zu einem Treffen, das deutlich über ein normales regionales Käfertreffen hinausgeht.
Unser Fazit zum HO26
Am Sonntagmorgen haben wir noch einmal in Ruhe Autos geschaut, bevor es zurück nach Hause ging. Auf eine riesige Bildergalerie verzichte ich hier bewusst. Von HO26 gibt es bereits eine Flut an Fotos und Videos im Netz.
Was ich stattdessen festhalten möchte: Für Freunde früher Volkswagen und luftgekühlter VW ist Hessisch Oldendorf etwas Besonderes. Nach unserem ersten Besuch kann ich sehr gut verstehen, warum das Treffen international einen solchen Ruf genießt.
Rheinland Luftboxer Treffen 2026

Über 50 luftgekühlte VWs fanden den Weg zum Treffen in Boslar
Auch in 2026 fand unser Clubtreffen statt. Dieses Mal wieder in Boslar, wo nach dem Umbau der Feuerwehr wieder perfekte Voraussetzungen bestehen. Nach einer Anreise in Käfer-Kolonne mit vielen freudig grüßenden Autofahrern trafen wir auf dem tollen Treffen ein. Ca. 70 Besucher mit über 50 luftgekühlten Volkswagen konnten begrüßt werden. Natürlich gab es dazu auch ein neues Gruppenfoto von der auf mittlerweile über 100 Leuten angewachsenen Gruppe.
Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt und es fand sich Zeit für intensive Benzingespräche unter Freunden. Für alle stand fest: Das bedarf eine Wiederholung und so hoffen wir auf ein zweites Treffen in diesem Jahr.
Aktuell fahren wir keine Treffen an, da durch eine Hitzewelle alle Aktivitäten vor 20 Uhr gut überlegt sein sollten und nächstes Wochenende wartet unter diesen Extrembedingungen der Besuch von HO26 in Hessisch-Oldendorf
Campus Culture Motorjedöns Krefeld – Juni 2026

Gute Stimmung und wunderbare Fahrzeuge
Am 13.06.2026 war es endlich wieder soweit und in Krefeld-Fichtenhain fand das Oldtimer-Treffen statt. Bei schönem Wetter und guter Verpflegung gab es wie immer viele wunderbare Fahrzeuge zu bestaunen. Natürlich bot sich auch die Gelegenheit interessanter Benzin-Gespräche. Hervorzuheben ist wir immer die tolle Location und die entspannte Stimmung, die jedes Treffen zu einem Erlebnis machen. Nun warten wir gespannt auf den August, wo der nächste Termin wartet.
Motor-Teststand für VW Typ-1 6-Volt Motor

Endlich geht es auch beim Thema Motoren weiter. Der 6-Volt-Motor soll aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden.
Dafür mussten einige Dinge instand gesetzt werden wie beispielsweise das Geweih, Lima, der Vergaser und ein neuer Verteiler und natürlich alle Leitungen und Verkabelungen. Mittlerweile fehlen nur noch wenige Schritte, damit der Motor wieder seine Leistung zeigen kann. Wichtigster Punkt war natürlich frisches Öl, da unbekannt war, wie lange der letzte Wechsel her ist. Im ausgebauten Zustand benötigt ein Öl-Wechsel ohne Motor-Kran etwas Kreativität wie man auf dem Foto gut sehen kann.
Nun wird der Motor wieder auf eine stabile Basis gestellt, die Elektrik vervollständigt (besonders wichtig ist hier eine funktionierende Öl-Druckanzeige), da wir mit 12 Volt starten werden. Daher muss die Zündspule noch einmal getauscht werden und die 6-Volt-Lima wird natürlich nicht angeschlossen. Es geht hier nur um einen Testlauf, der sicherstellen soll, dass der Motor sauber läuft. Danach wird er wieder eingelagert, bis der 64er Käfer irgendwann Bedarf an einem neuen Motor anmeldet.
Spannend ist noch, dass dieser 122er Industriemotor die älteren Wärmetauscher besitzt. Hier muss ich noch herausfinden, mit welchen Adaptern diese am 64er Käfer verbunden werden können.
Ab Herbst geht es dann hoffentlich endlich an das Motor-Puzzle vom anderen 34 PS Motor, welcher dann auf 12 Volt Basis aufgebaut wird (so wie er ursprünglich auch einmal war). Hier hätte ich damals mal die 90cm 12 Volt Lichtmaschine aufheben sollen.
Zum Themenüberblick: Der Motor gehört ebenfalls zu meiner Dokumentation rund um alte VW-Technik. Die Beiträge zur originalen 6-Volt-Elektrik meines Käfers und der Motoren sind auf VW Käfer 6 Volt: Technik, Probleme und Erfahrungen zusammengefasst.
Oldtimertreffen Wegberg Mai 2026

Trotz mäßigem Wetter war das Treffen in Wegberg gut besucht
Am 03.05.2026 war es wieder so weit und der Oldtimer-Treff in Wegberg öffnete seine Tore. Das Wetter war leider nicht optimal und so blieben einige Oldtimer in der Garage. Da einige Bekannte vor Ort waren war es trotz späterer Regenschauer ein schönes Treffen mit Live-Musik. Trotzdem hoffen wir im Juni auf besseres Wetter und freuen uns, dann das Treffen mit einem unserer Oldtimer anfahren zu können.
VW Käfer Vorderachse abschmieren: Wartung am Mexiko Käfer

Beim manilagrünen Mexiko Käfer stand eine klassische Wartungsarbeit an: die Vorderachse abschmieren. Die Kugelgelenk-Vorderachse des Käfers besitzt Schmiernippel, über die frisches Fett in die Lagerstellen gepresst wird. Diese einfache Arbeit sollte man bei einem alten Käfer nicht vergessen.
Warum muss die VW Käfer Vorderachse abgeschmiert werden?
Die klassische Kurbellenker-Vorderachse des VW Käfer ist auf regelmäßige Schmierung angewiesen. Das Fett versorgt die Lagerstellen der Tragarme und hilft dabei, altes Fett und Feuchtigkeit aus den Lagerbereichen zu verdrängen.
VW weist in Betriebsanleitungen darauf hin, die Vorderachse im entlasteten Zustand abzuschmieren und so lange Fett einzupressen, bis frisches Fett an den Lagerstellen austritt.
Die Schmiernippel an der Kugelgelenk-Vorderachse
Mein Mexiko Käfer besitzt die spätere Kugelgelenk-Vorderachse. An ihr befinden sich vier Schmiernippel am Vorderachskörper. Vor dem Ansetzen der Fettpresse sollten die Nippel und der Anschluss der Presse sauber sein, damit kein Schmutz in die Lagerstellen gedrückt wird.
Zum Abschmieren wird der Vorderwagen angehoben, sodass die Vorderachse entlastet ist. Anschließend wird über jeden Schmiernippel Fett eingepresst, bis an den zugehörigen Lagerstellen frisches Fett austritt.
Welches Fett für die Käfer-Vorderachse?
Für spätere VW Käfer nennt die Betriebsanleitung Mehrzweckfett auf Lithium-Basis. Entscheidend ist neben dem geeigneten Schmierstoff vor allem, dass die Wartung regelmäßig durchgeführt wird.
Fettreste gehören nicht auf Reifen oder Bremsschläuche. Diese Bereiche müssen fettfrei bleiben.
Unterschied zu meinem 1964er Käfer
Bei meinem 64er sieht die Sache anders aus. Er besitzt noch die ältere Bundbolzen-Vorderachse. Dort gibt es zusätzliche Schmierstellen an den Bundbolzen, sodass mehr Punkte versorgt werden müssen.
Deshalb sollte man bei Anleitungen zum Abschmieren immer darauf achten, welche Vorderachse im eigenen Käfer verbaut ist. Die Kugelgelenkachse meines Mexiko Käfers und die Bundbolzenachse des 64ers sind hier nicht einfach gleichzusetzen.
Wie oft sollte man die Vorderachse abschmieren?
Die Wartungsintervalle unterscheiden sich je nach Baujahr und Vorderachsausführung. In späteren VW-Betriebsanleitungen findet sich für die Kurbellenker-Vorderachse unter anderem die Vorgabe, mindestens einmal jährlich beziehungsweise nach dem vorgesehenen Kilometerintervall abzuschmieren. Bei älteren Bundbolzenachsen gelten kürzere Intervalle.
Bei einem heute nur noch gelegentlich gefahrenen Oldtimer halte ich es deshalb für sinnvoller, sich nicht allein auf den Kilometerstand zu verlassen. Die regelmäßige Kontrolle und Schmierung gehört für mich einfach zur Wartung des Käfers.
Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt die Wartung an meinem Mexiko Käfer mit Kugelgelenk-Vorderachse. Je nach Baujahr und Vorderachse können Schmierstellen und Wartungsintervalle abweichen. Im Zweifel sollte die zum Fahrzeug passende VW-Betriebsanleitung beziehungsweise der Schmierplan herangezogen werden.
Campus Culture Motorjedöns Krefeld – April 2026

Toller Start in die Oldtimer-Saison 2026
Anfang April war es endlich wieder soweit und in Krefeld Fichtenhain fand das Erste von vier Oldtimer-Treffen statt. Es war sehr gut besucht und wie immer gab es einige tolle Fahrzeuge zu bestaunen.
Als „Special-Guest“ schaute auch Koch und Fernsehmoderator Horst Lichter vorbei, welcher bekanntlich auch ein Interesse an alten Fahrzeugen hat.
Zum Glück spielte auch das Wetter mit und so durfte der 64er Käfer mit neuer Bremsflüssigkeit diese Anfahrt als Probefahrt nehmen. Nun heißt es geduldig auf die nächsten Treffen warten. Da das traditionelle Oldtimer Fly&DriveIn dieses Jahr komplett ausfallen wird, nehmen wir Ausschau nach alternativen Treffen, die vielleicht als Ersatz angefahren werden können.
VW Käfer Silver Bug: Sondermodell zum 20-millionsten Käfer

Der VW Käfer Silver Bug gehört zu den späten Sondermodellen des in Mexiko gebauten Käfer 1200. Sein besonderer historischer Bezug: Am 15. Mai 1981 lief im Volkswagen-Werk Puebla der 20-millionste Käfer vom Band. Volkswagen nahm dieses Produktionsjubiläum zum Anlass für die Silver-Bug-Sonderserie.
Was ist der VW Käfer Silver Bug?
Technisch basiert der Silver Bug auf dem VW Käfer 1200 mit dem bekannten luftgekühlten 1,2-Liter-Boxermotor und 34 PS. Besonders wurde das Modell nicht durch außergewöhnliche Technik, sondern durch seine Jubiläumsausstattung und sein eigenständiges Erscheinungsbild.
Volkswagen selbst nennt den Silver Bug im Zusammenhang mit dem 20-millionsten Käfer und weist unter anderem auf den speziellen Schalthebelknopf mit Jubiläumsplakette hin. Damit gehört der Silver Bug unmittelbar zur Geschichte des Produktionsjubiläums von 1981.
Woran erkennt man einen Silver Bug?
Typische Merkmale sind die silberne Metallic-Lackierung, seitliche Dekorstreifen mit „Silver Bug“-Schriftzug, die schwarz-weiß karierte Innenausstattung sowie spezielle Jubiläumsdetails. Dazu gehören je nach Ausführung unter anderem Plaketten beziehungsweise Embleme und der besondere Schaltknauf.
Gerade bei heute angebotenen Fahrzeugen lohnt sich allerdings ein genauer Blick. Lackierung, Dekor und einzelne Ausstattungsteile lassen sich nachrüsten. Für die Beurteilung eines vermeintlich originalen Silver Bug sollte deshalb nicht nur ein einzelnes Merkmal herangezogen werden.
Silver Bug und Silver Bug 2
Bei den Stückzahlen und einzelnen Ausführungsdetails findet man in der Literatur unterschiedliche Angaben. Eine detaillierte Dokumentation der mexikanischen Käfer unterscheidet zwischen einem ersten Silver Bug ab Mai 1981 und einem späteren „Silver Bug 2“ ab September 1981. Dort werden 2.000 Fahrzeuge für die erste und 1.800 für die zweite Serie genannt. Andere verbreitete Quellen fassen die Sonderserie zusammen und nennen rund 3.700 Exemplare.
Auch bei den überlieferten Farbcodes gibt es widersprüchliche Angaben. Genau deshalb würde ich bei einem konkreten Fahrzeug Produktionsdatum, originale Ausstattung und Lackdaten gemeinsam betrachten, statt die Echtheit allein an einer im Internet genannten Stückzahl oder einem Farbcode festzumachen.
Warum der Silver Bug heute interessant ist
Der Reiz liegt für mich vor allem in seiner Position innerhalb der Käfer-Geschichte. Die deutsche Limousinenproduktion war bereits beendet, der Käfer lebte aber in Mexiko weiter. Der Silver Bug verbindet diese späte Produktionsphase mit einem der großen Meilensteine des Modells: 20 Millionen gebaute Käfer.
Auf einem Treffen neben einem echten Silver Bug zu stehen, macht außerdem deutlich, wie stark solche Sondermodelle von ihren Details leben. Metallic-Lack, Dekor und karierte Innenausstattung verändern den Charakter des ansonsten vertrauten 1200ers deutlich.
Für Sammler ist deshalb nicht nur die Bezeichnung „Silver Bug“ interessant, sondern vor allem die Frage, wie viel der ursprünglichen Sonderausstattung an einem Fahrzeug noch erhalten ist.
Elektrische Wischwasser-Pumpe für den Mexiko Käfer

Der schwarze Knopf sorgt nun im Zweifel für klare Sicht
Ein wenig Neuzeit ist dann doch nötig: Das Scheiben-Wischwasser wird nun nicht mehr über den Luftdruck des Ersatzreifen sondern über eine elektrische Pumpe gefördert.
Da der Mexiko Käfer auch bei schlechtem Wetter uneingeschränkt fahrbereit sein muss, wurde die Anlage zur Scheiben-Wischwasser auf eine zuverlässige Lösung umgerüstet. Der Umbau war erstaunlich unkompliziert. Lediglich ein neues Ziergitter und ein zur Optik passender Knopf war neben dem Umrüst-Set für rund 20 Euro erforderlich.
Da auch der Motor mittlerweile gut eingestellt ist, sind nun alle notwenigen Arbeiten abgeschlossen. Sobald es die Temperaturen zulassen werden nun noch die hinteren Kotflügel lackiert und dann am Käfer montiert. Das sind dann erstmal die letzten fest eingeplanten Arbeiten am Mexiko-Käfer.
Parallel wird noch der zweite 122er Industriemotor aufbereitet, damit dieser einmal auf dem Motor-Prüfstand laufen kann. Diese Arbeiten haben aber keine Priorität und werden nur nebenbei getätigt.
123-Verteiler und Vergaser-Überholung

Da der Mexiko-Käfer möglichst alltagstauglich sein muss, hat der Motor ein paar Upgrades erhalten. Zum Einen ist nun ein 123-Verteiler im Einsatz (inklusive neuer Zündkabel). Außerdem wurde der Vergaser zur Überholung gegeben und erfreut sich nun wieder einem neuwertigen Zustand.
Leider konnten diese Maßnahmen zuerst die bekannten Probleme (Absterben im Leerlauf nach Gas-Wegnahme) nicht lösen. Durch Anpassung vom Gemisch und der Leerlauf-Drehzahl ist es nun erst einmal behoben. Die Solex 30 PICT-3 sind wohl bekannt für ihre Empfindlichkeit. 100% zufriedenstellend ist es noch nicht, da das Standgas nun noch etwas zu erhöht ist. Zudem besteht die Gefahr, dass die Einstellung bei der nächsten AU wieder verstellt wird. Hier ist also noch etwas Feintuning erforderlich.
Aufgrund der derzeitigen winterlichen Temperaturen gibt es ansonsten wenig Neuigkeiten. Von den angeschafften Winterreifen war leider ein Reifen so beschädigt, dass dieser nun ersetzt werden muss. Bei den vergleichsweise teuren Vredestein Snow Classic etwas schmerzhaft, aber das ist der Preis, wenn man originale Oldtimer-Reifen fahren möchte. Das sind halt keine Massenprodukte mehr und man muss froh sein, wenn Hersteller sowas überhaupt noch als Neuware anbieten.
Arbeiten für 2026 sind weiterhin der Umbau auf Bügeleisen-Rückleuchten beim Mex, das Einstellen der Spur sowie Kleinigkeiten und die Lackierung des hinteren linken Kotflügels beim 64er Käfer. Dieser benötigt zudem frische Bremsflüssigkeit. Das überlasse ich aber der Werkstatt.
Vorbereiten der neuen Karosserie-Teile

Aktuell geht es weiter mit den Vorbereitungen der neuen Heckansicht (Bügeleisen-Rückleuchten und älteres Haubendesign). Ein Kotflügel ist nun bereit für die Lackierung und die Motorhaube ist fast fertig vorbereitet. Der rechte Kotflügel wird in den nächsten Wochen folgen und dann heißt es warten auf Temperaturen mit mindestens 20 Grad, um die Lackierung in Wagenfarbe in Angriff zu nehmen. Lediglich die Motorhaube konnte bereits von innen lackiert werden, da diese Seite später nicht mehr sichtbar ist.
Neuer Motor, neues Glück

Es gibt Zuwachs in der VW-Sammlung. Über Kleinanzeigen hat es sich ergeben, einen weiteren Motor zu erwerben. Dieser ist soweit vollständig und dreht auch durch. Ziel ist es, diesen in 2026 mit neuem Öl zu versehen und über den Teststand ans Laufen zu bringen. Danach wird er wieder „eingemottet“ und bei Bedarf aufbereitet, um als Ersatz für den aktuell im 1964er Käfer verbauten Motor zu dienen.
Der aktuell bereits zerlegte 122er Motor wird somit als 12-Volt-Variante aufgebaut, da dieser dann der Ersatz-Motor für den Mexiko-Käfer dienen soll. Hierzu muss noch ein 12-Volt-Schwungrad beschafft werden, da zwei 6-Volt-Ersatzmotoren einfach keinen Sinn ergeben.
Backdating: Umbau auf ältere Rückleuchten und Motorhaube

Durch eine Anzeige auf Kleinanzeigen wurde ich aufmerksam auf ein günstiges Angebot für zwei Kotflügel sowie eine ältere Motorhaube. Da das Mexiko-Käfer-Projekt bis auf Kleinigkeiten sowie die Winterfelgen erfolgreich abgeschlossen ist, wird der Mexiko-Käfer nun auf eine Optik der 70er Jahre mit den Bügeleisen-Rücklichtern umgebaut. Die Vorbereitungen werden noch in 2025 erfolgen. Temperaturbedingt ist die Lackierung der Teile jedoch erst im Frühjahr 2026 wieder möglich, wenn wir die 18-Grad-Marke erreichen.
Ein weiteres, kleines Projekt war die Feineinstellung vom Motor. Dieser lief trotz gutem Ventilspiel, neu abgedichtetem Vergaser, optimalen Zündzeitpunkt und neuer Zündkabel nicht mit genug Kraft und schaffte es grade so auf 70 km/h.
Die Ursache war nur durch einen Schrauber-Kollegen zu finden. Die Unterdruck-Verstellung am verbauten Verteiler ist zu schwergängig und bleibt manchmal stehen. Das führt zu einem zufälligen Zündzeitpunkt und schlechter Kraftausbeute.
Temporär wurde nun der ursprüngliche Verteiler etwas aufbereitet und verbaut. Dieser ist zwar optisch nicht ganz so schön, aber anscheinend technisch in einem besseren Zustand. Ziel ist es, im Winter den Verteiler und den Ersatz-Vergaser zu überholen. Vielleicht wird die Zündung aber auch auf einen 123-Verteiler umgebaut, damit der Mexiko-Käfer möglichst Alltags-Tauglich ist.
Projekt Winterreifen gestartet

Damit der Mexiko-Käfer in Zukunft auch in der nassen Winterzeit sicher unterwegs ist, benötigt dieser noch einen Satz Winterreifen. Hierzu hat sich ein Satz original VW Käfer Felgen gefunden, welche in nächster Zeit aufbereitet und neu lackiert werden.
Die Farbwahl hat sich bereits gefunden und als Reifen wird der Vredestein Snow Classic aufgezogen, da dieser eintragungsfrei zulässig ist. Das sind aber nicht die einzigen Arbeiten, die bis zur nächsten Saison am Mexiko-Käfer geplant sind.
Julius Mexiko-Käfer wieder offiziell zugelassen

Nach viel Arbeit, Stress, Hoffen und Banken ist der Julius-Käfer nun wieder erfolgreich auf den deutschen Straßen unterwegs. Seit Oktober 2025 trägt auch er mit Stolz ein H-Kennzeichen und wird nächstes Jahr vielleicht das ein oder andere Treffen anfahren. Hier muss ich noch genau schauen, da der 64er Käfer auch bewegt werden möchte.
Es gibt noch kleine Restarbeiten im Winter zu tun, wie die perfekte Abstimmung des Motors inkl. Einstellen der Ventile oder dem finalen Versiegeln der Schweißarbeiten. Zudem gibt es noch kleine optische Verbesserungen, die noch erfolgen sollen. Die größeren Projekte werden aber in eigenen Beiträgen näher betrachtet. Jetzt erfreuen wir uns erstmal an einem fahrbereiten VW Käfer, welcher dann in der nächsten Zeit die VW Niederlassung in Krefeld besuchen wird, wo er einst ausgeliefert wurde.
Campus Culture Motorjedöns Krefeld – Oktober 2025

Am 11.10.2025 fand das Abschlusstreffen in Krefeld-Fichtenhain statt. Wie jedes Mal gab es sehr schöne Fahrzeuge in diesem einzigartigen Ambiente zu bestaunen.
Burger gab es dieses Mal zwar nicht (dafür köstliche Bratwurst), jedoch war mein Highlight dieses Treffen eine alte Feuerwehr mit einer 30-Meter-Leiter, die auch ausgefahren wurde.
Auch gab es wieder tolle Benzingespräche mit Gleichgesinnten. Vermutlich war es das letzte Treffen in 2025 und nun beginnt wieder die Schrauber- und Winterschlaf-Zeit.
Für den 64er geht es Anfang November nochmal in die Werkstatt zwecks neuer HU, welche er hoffentlich bestehen wird. Aktuell ist er ja recht gut beieinander.
