Neue Pleuel-Lager für den 122er VW-Industriemotor

Die neuen Lager (Standardmaß) sind dringend nötig

Nachdem die Kurbelwelle am letzten Wochenende unter einigem Aufwand die neue Welle für den Zündverteiler erhalten hat, wurden auch die Lager geprüft. Bei den Pleuel-Lagern wurde hier keine typische Abnutzung festgestellt, sondern dunkle Schattierungen bzw. Flecken. Zur Sicherheit werden nun diese neuen Lager verbaut. Wann der eigentliche Motor-Aufbau starten wird, steht aber weiterhin in den Sternen.

Spezialwerkzeug für den Verteiler-Triebling

Verspätetes Weihnachtsgeschenk

Ja, es geht endlich weiter mit dem Industriemotor. Ich habe ein verspätetes Weihnachtsgeschenk ein Werkzeug zum sicheren Einsetzen des Verteiler-Trieblings erhalten. Ich bin mal gespannt, ob ich dieses Werkzeug in 2023 testen kann. Für den Industriemotor gibt es bald noch ein kleines Update, da dieser mal etwas unter die Lupe genommen wurde und neue Teile bestellt sind.

Unterschiede bei den 6-Volt-Lichtmaschinen

Regler für eine 6-Volt-Lichtmaschine ab ca. 1960

Bei den Arbeiten an der LiMa habe ich mich an ein wichtiges Detail erinnert. Der zugehörige Regler, welcher bei der von mir eingesetzten Lichtmaschine auf dieser montiert ist, muss zu den Angaben auf der LiMa passen. Hier gab es eine frühe 6-Volt-Version, welche nur 23 A leistet – in meinem Fall passen aber nur die späteren Regler, welche eine Stärke von 45 A haben. Die alten Regler dürfen somit nicht eingesetzt werden. Zudem handelt es sich bei den 6-Volt-Lichtmaschinen immer um Gleichstrom-LiMa. Erst später gab es beim 12 Volt Boardnetz eine Umstellung auf die modernere Drehstrom-Variante.

Wartung der LiMa – Untere Kohlen erneuern

Abgefahrene Kohlen der Lichtmaschine
Die alten Kohlen der Lichtmaschine waren extrem abgenutzt

Nachdem bei der letzten Ausfahrt sich zwischenzeitlich die Ladekontrolllampe gemeldet hatte, ging es nach Hinweis eines Bekannten an den Austausch der unteren Kohlebürste. Hierzu kann man zwar auch die komplette Lichtmaschine ausbauen (dann kommt man deutlich besser an die Kohlen), jedoch war mir hier der initiale Aufwand zu hoch und somit wurde lediglich Keilriemen und die komplette obere Riemenscheibe demontiert.

Wie zu erwarten klappte das Tauschen der Kohlen nicht “mal eben”, da die zugehörige Schraube schwer zugängilich, das Halteblech mit dem Gewinde etwas verbogen und natürlich festgegammelt war. Letztendlich konnte ich diese dann doch lösen und die Kohle austauschen. Die Schraube wird nun auch ersetzt, damit der nächste Wechsel leichter von der Hand geht. Nun fehlt nur noch der Zusammenbau, nach welchem die Kontrollampe hoffentlich erstmal für lange Zeit Ruhe gibt.

Eberspächer Standheizung B2 in 6 Volt

Eberspächer Standheizung
Eberspächer Standheizung in 6 Volt

Auch wenn dieses Exemplar noch etwas Arbeit benötigt und es vermutlich nicht ohne aufwändige TÜV-Abnahme im Käfer landen kann, habe ich mir diese Standheizung in der 6 Volt Ausführung gesichert.

Nach ersten Recherchen dürfen diese frühen Versionen ohne die 10-Jahre-Beschränkung ( auf eigenes Risiko ) nach einer einmaligen TÜV-Abnahme verbaut werden. Unterscheiden kann man diese frühen Versionen offenbar am Typenschild, wo bei den späteren Modellen das Feld “Erste Inbetriebnahme” vermerkt ist. Bei der B2 ist dies (glücklicherweise) noch nicht der Fall. Die Standheizung wandert aber nun erstmal in den Fundus der Zubehörteile und wird optisch aufbereitet. Vielleicht schaffe ich es, die Funktion in diesem Winter zu testen – derzeit bin ich jedoch nicht einmal sicher, ob die Heizung komplett ist.

Weiteres Zubehör zum Motoraufbau

Kleinteile und Werkstoffe für den VW Industriemotor

Nach und nach finden sich die letzten Puzzleteile, um den 122er Industriemotor wieder aufzubauen. Wichtig sind hier div. Dicht- und Schmiermittel und ein paar Fehlteile bzw. Hilfsmittel zur Montage des Motors. Aktuell fehlt noch ein Montageständer für den Motor, da noch nicht entschieden ist, ob hier ein mobiler Ständer oder eine feste Installation (an der Werkbank) sinnvoller ist.

Ein Motortester entsteht

Getriebeglocke und ein Anlasser

Für den geplanten Neuaufbau des Industriemotors wurde nun eine Getriebeglocke angeschafft. Der 6-Volt-Anlasser muss noch auf Funktion getestet werden (und im Erfolgsfall gefettet werden). Somit besteht später die Möglichkeit, den Motor ohne Handkurbel zu starten. Ob und wann es mit dem Motor losgehen kann, steht noch nicht fest. Zunächst muss noch der Schaden an der Kurbelwelle repariert werden.

Neues Werkzeug fürs Ventilspiel

Ventilspiel einstellen leicht gemacht

Da sich zumindest auf Zylinder 1 das Ventilspiel über den Winter erneut verstellt hat, gibt es nun einen neuen Versuch mit dem Spezialwerkzeug.

Das Original wäre übrigens das Hazet 2568 Werkzeug – dieses ist jedoch schwer zu finden und oft zu Preisen um die 150 Euro.

Kabelbruch an der Lichtmaschine behoben

Der Stecker des oberen Kabels war fast komplett gebrochen

Bei einer kurzen Sichtprüfung des Motors ist aufgefallen, dass der obere Kabelschuh gebrochen war. Zum Glück konnten direkt Ersatzteile im Baumarkt gekauft und verbaut werden, sodass der Käfer wieder sorgenfrei gefahren werden kann.

In den nächsten Wochen müssen leider noch einmal die Ventile neu eingestellt werden – trotz Einstellung durch eine Werkstatt ist das Ventilspiel (vermutlich) für Zylinder 1 zu hoch, was sich beim warmen Motor durch lautes Ticken bemerkbar macht.

Radlager defekt und Achsmanschette undicht

Das rechte, hintere Radlager ist defekt und muss getauscht werden

Seit einigen Fahrten konnte man unregelmäßig ein unschönes Geräusch vom rechten Hinterrad vernehmen. Nach der letzten Fahrt wurde durch einen kurzen Check klar, dass sich das Radlager verabschiedet hat. Auf der linken Seite wiederum ist die Achsmanschette undicht.

Da sich insbesondere der Austausch vom Radlager etwas aufwändiger gestaltet, wird dieser Eingriff in einer Käfer-Werkstatt erfolgen. Hoffentlich ist die Achse danach dicht und die Saison somit nicht gefährdet.

Blinker defekt durch Kabelbrand

Kabelbrand am Massekabel des Blinkerrelais

Seit einigen Fahrten war mir aufgefallen, dass der Blinker nicht immer funktionierte bzw. das Relais viel zu schnell schaltete. Dies passierte aber nicht bei jeder Fahrt, sodass ich von einem Wackelkontakt ausgegangen bin.

Bei einer der letzten Fahrten jedoch gab es einen Totalausfall. Um der Sache auf den Grund zu gehen, nutzte ich den Warnblinker und prüfte die einzelnen Leuchten. Es arbeitete nur noch der Blinker hinten Links. Bei Prüfung im Kofferraum fand ich ein bereits qualmendes Kabel vor. Die Kabelverbindung, welche vor Jahrzehnten einmal für die Nachrüstung des Warnblinkers erfolge schien nicht mehr richtig zu arbeiten.

Zum Glück konnte das Kabel schnell wieder instand gesetzt werden. Der Blinker funktioniert seit dem Eingriff wieder fehlerfrei.

Sitzbezüge für den VW Käfer

Die Sitze sind neu bezogen

Endlich konnte wieder ein kleines Puzzleteil umgesetzt werden. Die Sitze haben nun einen Schonbezug erhalten, welchen ich beim letzten Black Friday 2021 günstig einkaufen konnte. Am Fahrersitz sind noch ein paar kosmetische Verbesserung nötig – ansonsten ist das Ergebnis zufriedenstellend. Für den nächsten Winter werde ich dann (hoffentlich) in Ruhe neue Türpappen anfertigen. Diesen Sommer bleiben die originalen Pappen erhalten.

GWD Motorblech (Zubehör)

Schützt den Boden vor leichtem Öl-Verlust

Heute fand sich endlich Gelegenheit, das Schutzblech von GWD Düsseldorf zu montieren. Dieses wurde bereits 2021 gekauft und matt-schwarz lackiert. Der mittlerweile recht trockene Motor wird nun nicht mehr Öl auf den Boden tropfen, sollte sich nach längerer Fahrt etwas ansammeln. Einziger Nachteil ist, dass man das Blech bei jedem Öl-Wechsel abschrauben muss.

Saisonstart 2022

Neue Rückleuchten für den Käfer

Bereits Ende Februar 2022 ist es soweit – das Wetter und die Temperaturen lassen den Einbau von Batterie und eine erste, kleine Ausfahrt zu. Vorab wurden die Kontakte gereinigt, damit genügend Strom fließen kann. Mit Startspray und ein paar Umdrehungen vorab per Hand ist der Motor sofort angesprungen. Jetzt gilt es, Zeit zu finden die vielen anstehenden, kleineren Arbeiten am Käfer zu erledigen. Für Arbeiten am Lack werden noch höhere Temperaturen benötigt – aber es gibt auch so genug zu tun. Im ersten Schritt wurden die Rücklichter durch eine komplett rote Version getauscht (Original Hassia mit Prüfnummer).

Weitere Arbeiten sind div. optische Nachbesserungen. Zudem wird noch ein Schutzblech unter den Motor montiert, die Sitze bekommen neue Bezüge, eine USB-Box wird im Aschenbecher platziert, ein Lüfter wird verbaut und der Rand vom Kofferraumdeckel entrostet. Vermutlich fallen weitere Arbeiten an, die ich während der Umsetzung der genannten Nachbesserungen entdecken werde. Zeitlich wird es jedoch so schon schwer, die genannten Arbeiten zu erledigen.

Werkstatt-Eingriff erfolgreich

Mit dem neuen Schwungrad ist die Stelle nun dicht

Der 64er ist nun endlich keine Öl-Schleuder mehr. Bei der Werkstatt Alt und Ölig in Viersen wurde u.a. der Motor erneut am Schwungrad abgedichtet. Dieses mal wurde eine Papierdichtung anstelle des Alu-Rings und ein anderes Schwungrad verbaut. Zudem war auch der Dichtring zum Getriebe undicht und wurde getauscht.

Des weiteren hat mir der sehr kompetente Mechaniker die Kupplung neu eingestellt, sodass diese nicht mehr rutscht (wie auch immer er es geschafft hat, die festgegammelte Einstellschraube zu lösen).

Optional gab es für mich noch einen kleinen Arbeitsauftrag (Radlager vorne links tauschen), sodass es im Winter und Frühling nicht langweilig wird.

Als nächsten Task gehe ich nun aber erstmal die Instandsetzung der Kofferraum-Haube bzw. der Abdichtung an.

DDR Kirchberg Heizung

VEB Fahrzeugheizungen
Kirchberg DDR A 1/6

Es gibt ein weiteres Projekt, welches in diesem Winter erledigt werden soll. Eine original Kirchberg Heizung A 1/6 wird fortan die Frontscheibe beheizen. Dieses Wochenende wird die Funktion getestet. Vor dem Einbau wird noch eine Revision erfolgen.

Die Winterzeit beginnt

6-Volt Batterie

Nun ist es wieder soweit. Die Winterzeit beginnt und die Oldtimer werden eingewintert. Für den 64er Käfer gilt das dieses Jahr vermutlich noch nicht. Mit etwas Glück startet im Dezember ein weiterer Versuch, den Motor abzudichten. Danach darf er dann auch in die Winterpause.

Industriemotor zerlegt: Darum lief er nicht

Die Welle für den Verteiler ist zerstört

Die Ursachenforschung beim Industriemotor geht weiter. Daher wurde er komplett zerlegt und die Komponenten geprüft. Die Köpfe, Kolben, Zylinder und Lagerschalen schauen noch gut aus – jedoch wurde die Welle für den Zündverteiler komplett zerstört. Wie das passieren kann ist mir noch nicht klar – der zerlegte Motor wird nun auf unbestimmte Zeit eingelagert.

Spätschicht: Motor abdichten

Umgeben von schönen T3 Bussen

Der Motor war nun erneut kurz draußen, um diesen am Schwungrad abzudichten. Dieses Mal mit einer vernünftigen Bühne und ein paar Neuteilen (Neue Mutter, Dichtring,…). Bis in den späten Abend wurde geschraubt – die Heimfahrt verlief schonmal ohne Öl-Verlust. Am Wochenende gibt es eine längere Ausfahrt, um zu schauen, ob der Motor nun dort endlich dicht hält.

HU 2021 bestanden

Nächste HU 2023

Der 64er hat heute eine wichtige Hürde genommen und trotz „altem“ Motor die HU im ersten Anlauf erfolgreich gemeistert. Zudem hat die Werkstatt die Ventile eingestellt, sodass nun eigentlich alles gut ist.

Das stimmt so leider nicht, denn am Schwungrad verliert der Motor immer noch zu viel Öl – das darf kein Dauerzustand werden – besonders, wo jetzt Stößelschutzrohre, Öl-Deckel und Öl-Kühler staubtrocken sind, ärgert es umso mehr, dass er dort undicht ist. Daher werde ich nun den teuren Weg wählen und nach einer Werkstatt suchen, die auch diese Stelle perfekt abdichten kann. Die zwei eigenen Versuche waren ja leider erfolglos. Des Weiteren bekommt der Motor noch ein „Kuchenblech“ verpasst, damit in jedem Fall keine peinlichen Öl-Flecken mehr auf Parkplätzen etc. entstehen. Ein wenig „schwitzen“ ist bei den alten Boxermotoren ja normal.